Schlaf- und Schnarchdiagnostik​

Beim Schnarchen muss zunächst das krankhafte (pathologische) Schnarchen vom primären, harmlosen (aber durchaus störenden) Schnarchen unterschieden werden. Das pathologische Schnarchen ist mit Atemaussetzern verbunden und stellt durch den chronischen Sauerstoffmangel langfristig eine Gesundheitsgefahr dar.

Die Ursachen für Schnarchen sind vielfältig und treten oft nicht allein auf. Neben anatomischen Ursachen in Nase oder Rachen, spielen Funktionsstörungen der Schleimhäute (z. B. Allergien) oder allgemeinmedizinische Gründe eine Rolle. Die Einnahme von Medikamenten, das Körpergewicht und der Schlaf-Wach-Rhythmus sind ebenfalls einflussnehmend. Um das krankhafte vom störenden, aber ungefährlichen Schnarchen abzugrenzen, führen wir nach einer ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte folgende Untersuchungen durch:

  • Körperliche Untersuchung unter Zuhilfenahme von starren und flexiblen Optiken (Endoskopen)
  • Allergietest (vor allem Abklärung von Hausstaubmilben- und Tierhaarallergie)
  • Bei entsprechendem Verdacht auf das Vorliegen eines Atemaussetzer-Syndroms (Schlafapnoesyndrom) führen wir das „Kleine Schlaflabor“ (Polygraphie) durch.
    Wir händigen Ihnen hierfür ein Gerät aus, welches über Nacht im häuslichen Umfeld diverse Parameter, wie z. B. den Sauerstoffgehalt, die Häufigkeit und Dauer von Schnarch- und Atemaussetzer-Episoden und die Schlafposition, aufzeichnet.
  • Zusätzliche Informationen erlangen wir durch die Beobachtung unter Realbedingungen. Hierfür nutzen wir die Schlafendoskopie. Mittels leichter Narkosemittel schläft der oder die Betroffene ein und beginnt zu schnarchen. Durch den Einsatz flexibler Endoskope können wir dann Nase und Rachen inspizieren und den Ort des Schnarchens eingrenzen. Dies kann für die weitere Therapieplanung entscheidend sein.